Klima in Spanien

Klima in Spanien – ein Land und vier Klimazonen

ID 39471041 © Flynt | Dreamstime.comAus der ausländischen Sicht ist das Wetter in Spanien immer gut, d.h. das ganze Jahr wärmer und trockener als wir es aus unseren Breiten gewohnt sind. In Wahrheit ist allerdings auch das Klima und das konkrete tägliche Wetter in Spanien unterschiedlicher, als man das als Urlauber auf den ersten Blick so meint. Grundsätzlich kann man über das spanische Klima in Kurzform festhalten, dass die durchschnittlichen Niederschlagsmengen pro Jahr von Norden nach Süden hin abnehmen, während die mittlere Temperatur ansteigt. Und: Spanien befindet sich in vier verschiedenen Klimazonen gleichzeitig.

Das Klima in den spanischen Gebirgen

In den spanischen Gebirgszügen, wie den Pyrenäen oder der Sierra Nevada herrscht ein typisches Gebirgsklima mit im Vergleich zum Rest Spaniens langen, kalten, schneereichen Wintern und relativ kurzen, kühlen Sommern vor. Ganzjährig fallen hier Niederschläge von ca. 1.600 mm und an mehr als 100 Tagen im Jahr kann es in den spanischen Gebirgen durchaus schneien.

Das Klima im Norden Spaniens

Die spanische Nordküste am Atlantik liegt häufig im Einflussbereich von Tiefausläufern, wie sie auch das Wetter in Deutschland oft beherrschen. Das Klima im Norden von Spanien ist gemäßigt, sehr ausgeglichen aber feucht. Winter und Sommer sind beide relativ mild. Sowohl Temperaturen unter Null, als auch über 30 Grad kommen fast nie vor. Im Herbst und Winter ist der Himmel allerdings oft voller Wolken und häufig zieht Nebel auf. Im Norden Spaniens fallen durchschnittlich 1.200 mm Niederschlag. Obwohl der meiste Regen im Winterhalbjahr niedergeht, muss mit Regengüssen zu allen Jahreszeiten gerechnet werden. Die Niederschläge hier in Nordspanien können im Vergleich zum Rest des Landes heftig ausfallen und auch länger anhalten.

Das Klima im zentralen spanischen Hochland

Im Hochland in Zentralspanien ist das Klima dagegen kontinentaler mit erheblichen Temperaturunterschieden von 20 Grad zwischen Sommer und Winter, aber oft auch zwischen Tag und Nacht. Hier fällt im feuchten Winterhalbjahr der Großteil der jährlichen Niederschlagsmenge von 300-600 mm, wobei auch Schnee hier immer wieder möglich ist. In Madrid im Zentrum des spanischen Hochlandes liegt die Temperatur im hier kältesten Monat Januar im Jahresmittel bei etwa fünf Grad. Im Sommer heizt sich das Hochland rund um Madrid stark auf. Bei dann lang anhaltenden Perioden mit Durchschnittstemperaturen von 25 und Temperaturspitzen von deutlich über 40°C fällt monatelang kaum Regen. Weniger angenehm: häufig liegt dann trockener Staubdunst in der spanischen Hochland-Luft.

Das Klima in Südspanien

An der Mittelmeerküste Spaniens und auf den Balearen ist das Klima mediterran. Neben sehr milden Wintern, in denen selten unter 10 Grad gemessen werden, gibt es heiße, lange Sommer mit Werten bis zu 40 Grad. Niederschläge fallen vor allem im Herbst, von Juni bis August ist man nahezu 100% sicher vor Schauern von oben. Die Niederschlagsmengen nehmen von Norden gen Süden hin deutlich ab. Während in Barcelona 640 mm fallen, sind es in Almeria nur noch 196 mm Regen pro Jahr.

Sie als Ferienhaus-Urlauber können sich in Spanien also grundsätzlich über viel Sonnenschein freuen. Im Durchschnitt scheint die Sonne zwischen 2.600 bis 2.800 Stunden jährlich. Spitzenwerte von 3.300 Sonnenstunden weist der Golf von Cádiz auf. Lediglich die nördliche Atlantikküste und die Pyrenäen verfügen mit 1.600 bis 2.000 Stunden pro Jahr über im spanischen Verhältnis - relativ wenig Sonne.

Spanien: 365 Tage Wohlfühl-Klima

  • Spanien kann ganzjährig als ideales Urlaubsziel gewählt werden.
  • Wintersport ist in den Gebirgen von Dezember bis März möglich.
  • Frühling und Herbst eignen sich besonders gut für einen Kultururlaub oder Städte- oder Wanderreisen im Inland, da die Temperaturen dann angenehm und mild sind.
  • Für Badeurlauber an den Mittelmeerküsten sind die warmen bis heißen Monate Mai bis September perfekt. Juli und August können an einigen Stränden für manche möglicherweise zu heiß und wegen des extremen Touristenansturms aus ganz Europa auch zu überlaufen sein.
  • Für die nördliche Atlantikküste kommen idealerweise eigentlich nur die Monate Juni bis September infrage, da es sonst das Jahr über kühl und regnerisch ist.
  • Das Klima in Spanien kann räumlich in folgende Wetterzonen gegliedert werden:
  • Atlantisches Klima an der nördlichen Atlantikküste: in Galicien, Asturien, Kantabrien, Baskenland und im nördlichen Navarra:
  • Niederschläge vor allem in den sehr milden Wintern, warme milde Sommer.
  • Ozeanisch-kontinentales Klima im Zentrum von Spanien: Kastilien und León, Madrid, La Rioja, Navarra, Kastilien-La Mancha, Extremadura an der portugiesischen Grenze und Andalusien:
  • Sehr kalte Winter mit regelmäßigen Schneefällen im Norden und warme bis heiße Sommer, Regen hauptsächlich im Winter.
  • Kontinentales Mittelmeerklima in Aragón, Katalonien, Valencia im Hinterland, Murcia, Kastilien-La Mancha und Andalusien:
  • Niederschläge vor allem in Frühling und Herbst. Heiße Sommer, kalte Winter; täglich deutliche Temperaturschwankungen bis 25 °C.
  • Mittelmeerklima in Andalusien, auf den balearischen Inseln, in Valencia, Murcia und Andalusien:
  • Niederschläge vor allem im Frühjahr und Herbst, vor allem Anfang September zum Teil wolkenbruchartig. Wegen von Norden nach Süden abnehmender Niederschlagsmenge (Barcelona 640 mm, Tortosa 524 mm, Valencia, 454 mm, Alicante 336 mm, Almeria 196 mm) lässt sich das Klima am spanischen Mittelmeer in ein feuchtes und trockenes unterteilen. Die Temperaturen sind im Winter mild, im Sommer sehr hoch.
  • Subtropisches Klima auf den kanarischen Inseln:
  • Milde Temperaturen (18 bis 24 °C) fast über das ganze Jahr, einen Winter gibt es auf den Inseln des ewigen Frühlings quasi nicht (Durchschnittstemperaturen in Santa Cruz de Tenerife: 17,9 °C im Januar und 25,1 °C im August). Die Niederschläge auf den Kanaren variieren sehr stark in den einzelnen Regionen der Inseln, vor allem auf Gran Canaria und Teneriffa, die innerhalb der Inseln ein Klima wie ein eigener Kontinent aufweisen.
  • Gebirgsklima in den Höhenlagen der Pyrenäen, des Kantabrischen und iberischen Gebirges, des Kastilischen Scheidegebirges und der Betischen Kordillere, das andalusische Faltengebirge das sich in Südspanien von der Bucht von Cádiz bis in die Valencia-Region zieht:
  • Lange, kalte Winter und eher kurze, frische Sommer.

Spanien: das Land mit der Ganzjahres-Wettergarantie

Das spanische Klima – und das ist der Hauptgrund für die Beliebtheit von Spanien als Urlaubsziel – ist eines der stabilsten in Europa und bietet ganzjährig zuverlässige Wetterbedingungen.

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