Kantabrien

Kantabrien - der spanische Norden zwischen Hochgebirge und Meer

Kantabrien ist eine der sogenannten Autonomen Gemeinschaften in Nord-Spanien – umgeben von den Regionen Asturien, Kastilien-León und dem Baskenland. Die auch als das „grüne Spanien“ bekannte hügelige und bergige Gegend liegt direkt am kantabrischen Meer, am Golf von Biskaya. Die Autonome Gemeinschaft Kantabrien ist gleichzeitig auch die Provinz Kantabrien, die früher Provinz Santander hieß.

Die Hauptstadt Kantabriens ist die beliebte Hafenstadt Santander mit etwa 170.000 Einwohnern und dem kantabrischen Flughafen mit internationalen Verbindungen. Kantabrien ist über die Autobahn A8 gut vernetzt mit dem Baskenland, Asturien im Westen und Frankreich im Osten. Im Rahmen der EU-subventionierten Infrastrukturprojekte ist eine Weiterführung der Autobahn bis nach Portugal und eine Hochgeschwindigkeits-Zugstrecke entlang der Küste des kantabrischen Meeres geplant.

Kantabrien: das grüne Spanien am Atlantik

ID 18834616 © Antonioreal | Dreamstime.comKantabrien besticht durch seine sehr unterschiedlichen Landschaften und die klimatischen Verhältnisse. Das Klima ist im Bereich der Küsten maritim und feucht – die Sommer sind im Vergleich der anderen spanischen Regionen eher kühl, die Winter mild. Gerade für Naturliebhaber hat diese Gegend aus Bergen, Wäldern, Stränden und Buchten ganz außergewöhnliche Erlebnisse zu bieten. In Kantabrien gibt es diverse sehenswerte Naturparks und Reservate, die in weiten Teilen in ihrem sehr kontrastreichen Urzustand erhalten geblieben sind. Wir empfehlen Ihnen u.a. folgende Parks und Landschaften zu besuchen:

Nationaler Naturpark „Picos de Europa“

Der Park Picos de Europa („Gipfel Europas“) wurde recht spät - erst 1998 - zum Naturschutzgebiet erklärt und ist der wichtigste Kamm der kantabrischen Gebirgskette. Der Picos de Europa mit dem Torre de Cerredo (2648 m) und dem Naranjo de Bulnes (2518 m) ist heute einer der meistbesuchen Nationalparks in Spanien und seit 2003 durch die UNESCO ausgewiesenes Biosphärenreservat. Er erstreckt sich neben Kantabrien auch über die Provinzen Asturien und Leon. In dem sehr weitläufigen Park wechseln plötzlich auftretende tiefe Täler mit sich plötzlich auftürmenden Gipfeln, die bis 2500 Meter hoch sind. Die jahrhundertealten Eichen- und Buchenwäldern im Picos de Europa beherbergen eine teils vom Aussterben bedrohte Fauna mit dort derzeit noch lebenden Braunbären und den seltenen Auerhähnen.

Naturpark Saja-Besaya

Der Park Saja-Besaya mit den Flüssen Saja und Besaya (daher der Name) ist seit 1988 Naturschutzgebiet und besteht aus dichten Eichen- und Buchenwälder, in denen ebenfalls Braunbären und Auerhähne, aber auch Fischotter und Steinadler leben.

Naturschutzgebiet Cabarceno

In der Gegend von Cabarceno lohnt der Besuch des weitläufigen Zoos mit Kängurus, Antilopen, Dromedaren, Giraffen und vielen anderen Tieren, denen hierihr fast natürlicher Lebensraum zur Verfügung steht. Der Cabarceno-Zoo ist in den letzten Jahren immer mehr von Spanien-Touristen entdeckt worden und verfügt über 17 km asphaltierte Wege und kann daher gut mit dem Auto/Mietwagen erkundet werden. Der Park im Westen des Gebirgszugs Pena Cabarga besteht fast vollständig aus Kalkgestein und ist geologisch eine außergewöhnlich interessante Landschaft. In dem Naturpark leben Bären, Wölfe, Rehe, Gemsen, Hirsche und Wildschweine

Das Sumpfland von Santona und Noja

Das sumpfige Küstengebiet rund um die Stadt Santona und die Sümpfe Victoria und Joyel der Stadt Noja sind aufgrund ihres ökologischen Werts seit 1991 geschützt. In dem Sumpfland leben um die 80 verschiedene Wasservögel.

Der Jakobsweg und der Santo-Toribio-Weg in Kantabrien

Ein Teil – der älteste - des berühmten Jakobsweges führt entlang der Küste durch Kantabrien. Hier befindet sich auch das Kloster Santo Toribio de Liebana, einer der vier Orte des Christentums, an dem man als Pilger Ablass erhalten kann. Anders als die übrigen Ablässe, die in einer festen Regelmäßigkeit erfolgen, wird der Ablass im Kloster in Liebana nur gewährt, wenn der 16. April, als Festtag von San Toribio, auf einen Sonntag fällt. Viele Pilger und Gläubige kommen ins Kloster Santo Toribio um das größte Stück des Christus-Kreuzes, das hier seit dem 8. Jahrhunder aufbewahrt wird - die Reliquien „Lignum Crucis“ - zu ehren. Der Jakobsweg in Kalabrien gehört zum sogenannten „Küstenweg“, der im Mittelalter – das zeigen handschriftliche Überlieferungen – genutzt wurde, um ein Zusammentreffen mit den Moslems in der Gegend zu vermeiden. Einer der berühmten Pilger durch das kantabrische Land war auch Franziskus von Assisi.

Santander – die Stadt mit der höchsten Lebensqualität Spaniens

ID 114072971 © Saiko3p | Dreamstime.comSantander liegt für manchen Spanienkenner im Schatten von San Sebastián, der vielleicht berühmteren baskischen Stadt, doch die hübsche Metropole und Kulturhauptstadt, in der etwa ein Drittel der Kantabrier lebt, hat viel zu bieten. Urlauber, die das erste Mal nach Santander kommen, bewundern die Stadtviertel Magdalena und El Sardinero mit dem vorgelagerten herrlichen Strand und seinen Jugendstilhäusern, den belebten Hafen Puerto Chico, den wunderbaren Altstadtkern und den gleichsam monumentalen wie modernen Palacio de Festivales.

Santander ist ein beliebter Badeort mit zahlreichen Sandstränden, an denen sich vielfältige Sportmöglichkeiten bieten - im Sommer zieht es u.a. viele Surfer nach Santander. Ansonsten steht Santander vor allem für zwei Dinge: die internationale Universität Menéndez Pelayp (UIMP) im wunderschönen Palacio Real de la Magdalena und das internationale Festival für Musik und Tanz (FIS). Das renommierte Festival, geprägt durch den Dirigenten Ataúlfo Argenta, findet alljährlich im August im Festival- und Kongresspalast Kantabriens statt. Ein weiteres Eventhighlight bei dem sich Jugendstil mit Lebensstil mischen ist das Baños de Ola, ein historisches Fest mit Mode und Events aus der Zeit um 1900. Im Viertel Sardinero, rund um die Plaza de Italia, gibt es unzählige Terrassencafés und Bars – rund um die Plaza Porticada liegt das kommerzielle Viertel von Santander mit diversen empfehlenswerten Mode- und Feinkostgeschäften und dem schönsten Markt der Stadt. Santander ist seit kurzem auch Pilotprojekt für eine „Smart City“ und wurde mit ca. 12.000 Sensoren vernetzt, die den öffentlichen Nahverkehr, die Parkplatzsuche, die Straßenbeleuchtung, die Parkbewässerung und die Müllabfuhr digital und bedarfsangepasst steuern.

Touristisch interessante Feste in Kantabrien

  • Umzug der heiligen drei Könige: Santillana del Mar (5. Januar)
  • Lebendige Passion: Castro Urdiales (Karfreitag)
  • Kantabrischer Kindertag: Santander (1. Sonntag im Juni)
  • Johannisnacht: Soto de la Marina (23. Juni)
  • Stierkampfwoche
  • Feria Taurina de Santiago: Santander (im Juli, während der Festlichkeiten zu Ehren des heiligen Jakobs)
  • Internationale Kanufahrt durch den Fluss Deva: Unquera (letzter Sonntag im August)
  • Orujo Fest: Potes (in der 2. Novemberwoche)

Im faszinierenden Kantabrien mit seinen überreichen und perfekt erhaltenen Naturlandschaften finden sich in allen Teilen der nordspanischen Region attraktive Ferienhäuser und Ferienwohnungen, die Sie hier bei uns in aller Ruhe recherchieren und später buchen können.

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