Sehenswürdigkeiten in Spanien

Kontraste und Vielfalt: die Top-Ausflugsziele in Spanien

Die Alhambra in GranadaRund 60 Millionen Touristen besuchen jährlich die iberische Halbinsel und erkunden die Sehenswürdigkeiten in Spanien. Denn Spanien hat viel mehr zu bieten als nur Sonne und Strand. Wir stellen die empfehlenswertesten und interessantesten Sehenswürdigkeiten in Spanien vor:

Die Alhambra in Granada

Die Alhambra ist weltweit eines der bedeutendsten Relikate aus der maurischen Zeit: die beeindruckende Stadtburg liegt oberhalb von Granada - hier haben die Mauren einst ihre Überlegenheit und den Herrschaftsanspruch über die Spanier untermauert. Wer schon einmal die Alhambra besucht hat, wird den Ausblick von diesem irgendwie magischen Platz – insbesondere bei Sonnenuntergang – nie mehr vergessen.

Die Casa Batlló in Barcelona

Die Casa Batlló ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Barcelona und mit seinen geschwungenen Formen und seiner Sandsteinfassade mit den berühmten bunten Mosaiken eine der attraktivsten Bauwerke in der katalonischen Hauptstadt. Das auffällige sechsstöckige Gebäude – errichtet zwischen 1875 und 1877 - wurde vom berühmten Architekten Antonio Gaudi zwischen 1904 und 1906 im modernistischen Stil komplett umgebaut und steht unter Denkmalschutz. Das eindrucksvolle Haus diente seit der Fertigstellung als Wohnhaus und noch heute befinden sich in der Casa Batlló einige bewohnte Appartements. Die Casa Batlló liegt am Passeig de Grácia, oberhalb des Placa de Catalunya und zeigt auf ihrer Fassade die Legende des katalanischen Schutzpatrons und Drachentöters Sant Jordi, der heilige Georg - das Dach erinnert mit seiner Schuppenoptik an einen Drachen. Im Inneren hat Gaudi mit sehr viel Lichteinfall und schwungvollen Arkaden gearbeitet. Das Gebäude ist – zusammen mit weiteren Gaudi-Werken - Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. In der Casa, die besichtigt werden kann, finden Besucher auch ein Souveniergeschäft mit exklusiven Andenken und Geschenken und eine große Auswahl an Gaudi-Bildbänden und Büchern. Die Casa Batlló ist einfach erreichbar – direkt vor dem Haus befindet sich eine Bushaltestelle. Ein besonderer Tipp noch für Sommernächte in Barcelona: In der warmen Monaten wird die Dachterrasse der Casa Batlló zu einem besonders stimmungsvollen Ort bei und nach Sonnenuntergang: Die „magischen Nächte“ mit Live-Musik und einer Lichtshow sind sehr begehrt. Rechtzeitige Reservierung empfiehlt sich auf der Webseite der Casa.

Die Kathedrale Maria de la Sede in Sevilla

Die Kathedrale Maria de la Sede ist das wohl wichtigste Wahrzeichen von Sevilla und heutzutage die größte gotische Kirche der Welt. Erbaut wurde sie 1401 bis 1519 auf den Grundmauern der ehemaligen Hauptmoschee, von der heute nur noch das ehemalige Minarett übrig ist, das heute als Glockenturm der Kathedrale genutzt wird und bestiegen werden kann. Von der Spitze des Turms der Kathedrale hat man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt Sevilla. In der Kathedrale wurde auch der Leichnam von Christopher Kolumbus, der 1506 starb, beigesetzt – ein DNA-Test durch spanische Wissenschafter hat 2006 die Echtheit der sterblichen Überreste des Weltenentdeckers bestätigt. Lange war umstritten ob Kolumbus wirklich in der Kathedrale Maria de la Sede beerdigt liegt. Seit 1987 gehört die Kathedrale von Sevilla zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Kathedrale „La Seu“ in Palma de Mallorca

Die Kathedrale „La Seu“ in Palma de MallorcaDie Kathedrale von Palma – „La Seu“, der Sitz - ist das größte religiöse Bauwerk auf Mallorca und – daher der Name - der Bischofssitz der mallorquinischen Diözese. Die imposante gothische Kathedrale liegt im Zentrum von Palma quasi direkt am Meer und beherrscht das Stadtbild von Palma - gefühlt jede zweite Mallorca-Postkarte zeigt das beeindruckende Bauwerk. Zu Recht: die Kathedrale von Palma und Mallorca zählt zu den vier schönsten Kirchen der Welt und ist unter den Sehenswürdigkeiten auf Mallorca ein wirkliches Muss.

„La Seu“ wurde aus Dankbarkeit nach dem Sieg über die maurischen Herrscher errichtet und im Jahre 1604 fertiggestellt. Das Innere der Kathedrale wurde Anfang des Jahrhunderts von Antonio Gaudi umgebaut – besonders beeindruckend ist das faszinierende Lichtspiel. Am besten besucht man „La Seu“ dafür morgens, wenn das Sonnenlicht durch die wunderschönen bunten Fenster scheint.

Die Sagrada Familia in Barcelona

Das unbestrittene Top-Wahrzeichen im von Sehenswürdigkeiten wahrlich nicht armen Barcelona ist die riesige Kathedrale Sagrada Familia, deren Bau kein Geringerer als Antonio Gaudi 1883 begonnen hat. Nach Gaudis Tod wird an der Kirche bis heute weitergebaut – Spenden und Eintrittsgelder finanzieren die astronomischen Baukosten der wohl meistbesuchten Sehenswürdigkeit ganz Spaniens. Die Kirche im Zentrum von Barcelona war niemals Bischofssitz, wird aber aufgrund ihrer schieren Größe dennoch als Kathedrale bezeichnet. Bei einer Besichtigung der Sagrada Familia sollte man es nicht bei einem Rundgang belassen – das Museum im Keller der Kathedrale zeigt beeindruckende Modelle aus den vielen Jahren der Bauzeit. Wer schwindelfrei ist sollte mit dem Aufzug bis auf die Turmspitze fahren – von dort eröffnet sich eine unglaubliche Aussicht über Stadt, Meer und Berge. Eine beachtenswerte Besonderheit der Sagrada Familia ist der Kreuzgang, der anders als bei den meisten Kirchen nicht innen, sondern um die vier Außenfassaden der riesigen Kirche verläuft und die Nebengebäude, die Taufkapelle, die Sakristei und einige weitere Kapellen umfasst. Auch auf die Fassade sollte man, wie an vielen spanischen Gebäuden – besonders achten: hier wurden zahlreiche Bibelgeschichten und Botschaften verarbeitet und versteckt.

Der Plaza Mayor in Madrid

Der von Kolonaden umsäumte Plaza Mayor – der Hauptplatz - gilt als das Herz von Madrid und ist zu allen Jahreszeiten eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Treffpunkte in der spanischen Hauptstadt. Der Plaza Mayor war bereits im 15. Jahrhundert der zentrale Platz in Madrid.

Das Aquädukt von Segovia

Das Aquädukt von Segovia ist das vielleicht eindrucksvollste architektonische Relikt der römischen Zeit und Baukunst in Spanien. Es gehört – wie auch die Altstadt von Segovia zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das Aquädukt war noch bis 1974 in Betrieb und brachte Wasser aus den Bergen um Segovia auf einer Länge von ca. 17 Kilometern in die Stadt.

Das Mirador de Valle in Toledo

Der Mirador del Valle ist ein beliebter erhöhter Aussichtspunkt - an der Umgehungsstraße auf der anderen Flußseite des Tajo - auf die wunderschöne Altstadt von Toledo. Vom Mirador del Valle aus bietet sich – zum Beispiel auf der Fahrt nach Cordoba - das perfekte Foto-Panorama auf Toledo.

Rio Borosa in Cazorla

Einer der beliebtesten Wanderungen in Spanien folgt im Naturpark Cazorla dem kristallklaren Fluss Rio Borosa stromaufwärts bis zu seiner Quelle. Der Weg führt durch eine wunderschöne majestätische Landschaft mit kleinen Wasserfällen, Quellen mit glasklarem Wasser, über eine Schlucht, durch zwei Tunnel und an einem Bergsee vorbei. Die Wanderung ist etwa 11 km pro Strecke lang (hin und zurück also ca. 22 Kilometer), mit einem Aufstieg von etwa 600 Höhenmetern und dauert hin und zurück etwa sieben Stunden. Weil der Wanderweg am Rio Borosa entlang sehr beliebt ist, sollte man die Tagestour besser an einem Wochentag einplanen.

Plaza de España in Sevilla

Die Plaza de España – konzipiert vom berühmten spanischen Architekten Anival González aus Sevilla - wird vom Parque de María Luisa eingerahmt und ist ein sehr beliebter Treffpunkt mit enormen Ausmaßen von über 50.000 m² - damit einer der größten Plätze in ganz Spanien. Die Plaza de España in Sevilla ist von einem Kanal umgeben auf dem man Boot fahren kann – ein vor allem im Sommer überaus romantisches Erlebnis.

Der Generalife-Palast in Granada

Der Generalife-Palast wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts gebaut und liegt an den Hängen des Cerro del Sol hoch über Granada. Von dort können die gesamte Stadt und die Täler der Flüsse Genil und Darro überblickt werden. Der Generalife-Palast war früher ein Erholungsort für die Könige Granadas, der architektonisch – im Gegensatz zur nahe gelegenden Alhambra nicht heraussticht – die damaligen spanischen Monarchen legten hier Wert auf Ruhe, Abgeschiedenheit und die Natur.

Die Kathedrale Santiago de Compostela

Die Kathedrale von Santiago de Compostela ist eine der imposantesten Großkirchen in Spanien und der Endpunkt jeder Pilgerreise auf dem Jakobsweg – sämtliche Wege aus ganz Europa vereinen sich an und in der Kathedrale im Zentrum von Santiago de Compostela. Das monumentale Gebäude auf ca. 23.000 Quadratmeter Grundfläche steht direkt über der vermeintlichen Grabstätte des Apostel Paulus und gehört seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Höhle von Altamira

Die Höhle von AltamiraDie Höhle von Altamira (Cuevas de Altamira) liegt nahe der Stadt Santilla in Kantabrien. In der etwa 5000 Quadratmeter großen Höhle finden sich fast 1000 Wandmalereien aus der Steinzeit.

Um diese historisch unschätzbar wertvollen Gemälde zu schützen, wird der Zugang zur Höhle strikt limitiert – die Höhlenmalereien würden sonst durch die Atemluft der Touristenscharen langsam aber sicher unrettbar beschädigt. Wer die Höhle von Altamira also besichtigen möchte, sollte sich früh anmelden – nur eine etwa halbstündige Besichtigung in der Woche und die auch nur für fünf Personen ist möglich.

Besonders die Deckenmalereien, in gelb, braun, schwarz und rot, die meist Tiere (Bisons, Hirschkühe oder Pferde) zeigen, sind besonders eindrücklich. Ansonsten kann man sich neben der Höhle von Altamira in drei Nebengebäuden in einer Ausstellung in Ruhe und intensiv über die Steinzeit und die Entdeckung der Höhle informieren.

Der Pico del Teide

Der Pico del Teide, das Wahrzeichen von Teneriffa, ist der dritthöchste Inselvulkan der Welt und mit 3718 Metern über Meer der höchste Berg Spaniens. Rund um den Teide liegt der Nationalpark El Teide. Den Gipfel des Teide kann man einfach und bequem - statt eines Strandtages - mit der Teide-Seilbahn erreichen – täglich von 9 bis 16 Uhr. Die Bergstation der Seilbahn ist wenige Meter unterhalb des Gipfels errichtet – wer bis ganz hoch auf den Teidegipfel will, muss sich vorab eine Sondergenehmigung online ausdrucken. Wer den Pico del Teide statt per Seilbahn zu Fuß erklimmen will, erreicht den Teidegipfel über sehr gut ausgeschilderte Wege, die den gesamten Nationalpark und die kaum bewachsenen Berghänge durchziehen. Auch für den Teide haben wir einen Spezial-Tipp: der Blick vom Teide-Vulkan über die ganze Insel Teneriffa ist besonders bei Sonnenaufgang oder Untergang faszinierend.

Der Aljaferia-Palast

Der maurische Aljaferia-Palast aus dem 11. Jahrhundert ist ein Gebäude von einzigartiger Schönheit in Saragossa und eines der kulturellen Wahrzeichen von Spanien, das heute den Sitz des Regionalparlaments der autonomen Gemeinschaft Aragonien und ein Museum enthält. Noch heute sind Reste der viereckigen Festungsanlage mit dem sogenannten Minnesänger-Turm – umgeben von Wehrmauern und dem Festungsgraben – erhalten. Im Innern beeindruckt der Thronsaal mit seinem spektakulären goldenen und bemalten Holzdach.

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