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Sevilla – das Herz Andalusiens
Sevilla ist die Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla und mit ca. 700.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Spanien. Sevilla gilt bei vielen Menschen als Spaniens prächtigste Stadt. Die ehemalige Hauptstadt der Mauren besticht durch eine einzigartige Mischung aus maurischen und christlichen Bauwerken – die Altstadt im Ganzen ist eine der schönsten Europas, die größte in Spanien und neben Venedig und Genua auch einer der größten europäischen Altstädte. Die Hauptstadt von Andalusien liegt im Südwesten von Spanien in einer weiten Ebene am Fluss Guadalquivir, der bis zum Hafen von Sevilla für Seeschiffe befahrbar ist.
Das Klima ist mediterran und vom Ozean beeinflusst. Im Mittel eines Jahres wird es in Sevilla etwa 19 Grad – die Stadt ist damit eine der heißesten Orte in Europa und meldet jedes Jahr im August neue Hitzerekorde. In den Sommermonaten sinken die Durchschnitts-Temperaturen nie unter 20 Grad, dass es heißer als 40 Grad wird ist hier normal. Die höchsten jemals gemessenen Sommertemperaturen lagen bei etwa 47 Grad – damit hält Sevilla mit der griechischen Stadt Eleusis den Rekord der höchsten jemals gemessenen Temperatur in Europa. Unabhängig dieser Extreme ist das Klima in Sevilla über das Jahr gesehen sehr angenehm: es gibt nur ca. 50 Regentage, die Winter sind mild mit Temperaturen um etwa 10 Grad und im Durchschnitt scheint die Sonne pro Jahr rekordmäßige 2917 Stunden.
Sevilla, die wohl prächtigste spanische Stadt
Sevilla ist nicht nur eine sehr schöne Stadt, sie hat auch außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele während Ihres Ferienhaus-Urlaubs in Spanien zu bieten.
Eines der Haupttouristenziele ist die Kathedrale von Sevilla, die derzeit größte gotische Kathedrale in Europa. Mehr über dieses außergewöhnliche religiöse Bauwerk erfahren Sie bei uns hier.
Ein wichtiges Wahrzeichen von Sevilla ist auch die Giralda aus dem 16. Jahrhundert. Dieser bildschöne viereckige Glockenturm ist 97 Meter hoch, verfügt über 22 Glocken mit einem sehr harmonischen Geläut, eine drehbare Marienfigur mit Wetterfahne auf der Turmspitze und bietet heute zahlreiche Aussichtsplattformen, von denen man ein unvergessliches Panorama über die Stadt hat. Der Name Giralda bezieht sich auf die Drehbarkeit der Marienfigur (girar, spanisch für drehen). Wenn Sie den Turm besteigen achten Sie auf die wunderschönen Ornamente, die in die Ziegel gebrannt wurden und bis heute erhalten sind.
Video: Städtetrip Sevilla
Eine weitere historische Sehenswürdigkeit ist u.a. der Torre del Oro, ein zwölfeckiger Turm am Guadalquivir, in dem heutzutage das Meeresmuseum und die Hafenkapitänschaft untergebracht ist. Der markante Turm wurde 1120 mit einem Dach aus Lehmziegeln errichtet. Da das Turmdach in der Sonne wie Gold leuchtet, hat er den Namen „Goldturm“ (auf spanisch Torre del Oro).
Sehenswert ist auch der maurische Palast Alcázar mit seinen schönen Sälen, geräumigen Korridoren, prächtigen Hallen und den großen perfekt gepflegten Gärten. Das wunderschöne und architektonisch aufsehenerregende Gebäude gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist für jedermann zu besichtigen.
Der San Telmo Palast ist die alte barocke Residenz von Sevilla, die außerhalb der Stadtmauern des historischen Sevillas zu finden ist und die heute die Verwaltung der Autonomen Gemeinde Andalusiens beherbergt. Sehenswert ist die reich dekorierte Kapelle des Palastes mit einem handgeschnitzten Portal. Die Fassade ist mit Statuen von 12 berühmten Sevillieren verziert.
Museums- und Kunstfreunde sollten unbedingt das Museum der feinen Künste besuchen. Neben der reichhaltigen Sammlung aus Gemälden und Skulpturen sind auch die Innenhöfe des Kunstmuseums zu empfehlen, in denen Unmengen von Sevilla-Keramik verbaut wurden. In den 14 Räumen des Museums of Fine Arts sind spanische mittelalterliche Kunst, Renaissance-Kunst, religiöse Malerei der Region und die Werke der großen Meister von Sevilla und der europäischen Barockmalerei zu sehen.
In Sevilla befindet sich die älteste, berühmteste und schönste Stierkampfarena Spaniens: die Plaza de Toros de la Maestranza mit über 14.000 Zuschauerplätzen. Der barocke Stil des riesigen Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch weiße und goldene Farben. Die Stuckverkleidungen und Enfiladen machen die Stierkampfarena zu einem Meisterwerk der Architektur. Besucher des Stierkampfmuseums können sich hier intensiv über die Geschichte der Plaza de Toros de la Maestranza und des Stierkampfes in Sevilla, sowie den Traditionen des spanischen Stierkampfes und der berühmten Matadore informieren, die hier in dieser historischen Arena aufgetreten sind und noch auftreten.
In Sevilla gibt es ein sehr gut ausgebautes Netz aus Fahrradwegen und Leihfahrrad-Stationen, überall kann man die Sevici leihen. Das Fahrradfahren in Sevilla erfreut sich seit Jahren steigender Beliebtheit. Beachten Sie allerdings, dass die Radwege hier vor Ort im Zweirichtungsverkehr angelegt sind, an den man sich aus deutscher Sicht erst gewöhnen muss.
Sevilla – die Wiege des Flamenco
Das Museo del Baile Flamenco ist eine Hommage an den Lieblingstanz der Sevillaner, den Flamenco. In Sevilla gibt es jede Menge Flamencoshows für Touristen, zB. das „La Carboneria“ in der Calle Levies 18 – ein Flamenco-Hotspot für Eingeweihte. Das Lokal ist ein ehemaliges Kohlenlager, in dem auf schlichten Tischen Gitarristen mit Pferdeschwanz für die Tänzerinnen und Tänzer spielen, die hier bis spät nachts auftreten. Wenn Sie mit den Einheimischen, viele Studenten und Flamenco-Aficionados, in Kontakt kommen möchten, gehen Sie in den Pausen der Shows in den Gartenhof und genießen den authentischen Sevilla-Flamenco-Spirit.
Wenn Sie während Ihres Urlaubs ein Original-Flamenco-Kleid erstehen wollen: bei Taller de Diseño in der Calle de Luchana 6 gibt es hinreißender Kleider von dem berühmten spanischen Designer-Duo Angela und Adela. Die Flamenco-Outfits haben natürlich ihren Preis – wenn Sie etwas weniger ausgeben wollen, leisten Sie sich eines der typischen Haarkämmchen aus Schildplatt oder ein Flamenco-Seidentuch mit Troddeln.
Beachten Sie übrigens: die allermeisten Geschäfte und Läden in Sevilla sind während der hier streng ausgelebten Siesta-Zeiten zwischen 14 und 16.30 Uhr geschlossen.
Sevilla gilt auch als Ursprungsort der berühmten Tapas, die kleinen warmen oder kalten Häppchen, die weltweit als Synonym für spanische Küche gelten. Hier im Herzen Spanie ns werden Tapas übrigens immer und grundsätzlich zusammen mit einem alkoholischen Getränk serviert. Wenn Sie die typischen Sevilla-Tapas probieren möchten empfehlen wir die Bar „El Rinconcillo“ in der Straße Gerona 40 (www.elrinconcillo.es). Die urige Tapas-Bar ist winzig und sieht mit den Buntglasfenstern und den unzähligen eingestaubten Brandy-Flaschen irgendwie wie eine spanische Galeone aus. Hinter einem langen Holztresen wuseln die Kellner rum und notieren die Bestellungen auf kleinen Kreidetafeln. Probieren Sie die Fritos, das sind ganz kleine frittierte Fische, die Schweinefleischsuppe Tazo de caldo und den köstlichen Serrano-Schinken.
Auch in Sevilla und Umgebung können Sie Ihren Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung verbringen. Stöbern Sie doch einfach mal nach Ihrer individuellen Unterkunft in Sevilla oder wo auch immer in Andalusien.